Vortragsprogramm – Herbst 2014

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!


Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Das Altonaer Museum befindet sich in der Museumstraße 23, 22765 Hamburg 

 

Mittwoch, den 24. September, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Dr. Sigrid Schambach: Johann Martin Lappenberg (1794 bis 1865) und seine Zeit. Vortrag und Buchvorstellung

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Johann Martin Lappenberg war der erste und langjährige Vorsitzende des Vereins für Hamburgische Geschichte. Er erforschte vor allem die mittelalterliche Geschichte Hamburgs und der Hanse. Darüber hinaus erschloss er norddeutsche Chroniken und edierte sie im Rahmen der „Monumenta Germaniae Historica“, dem bedeutendsten Editionsprojekt zu den Quellen des deutschen Mittelalters. Schließlich widmete er sich auch der Geschichte Englands. Lappenberg beschränkte sich also keineswegs auf die Führung des VHG und die historische Erforschung seiner Heimatstadt. Er gehörte vielmehr in den Kreis derjenigen, die die deutsche Geschichtswissenschaft im 19. Jahrhundert zur neuen „Leit“-Wissenschaft machten. 

Dr. Sigrid Schambach ist Historikerin und Buchautorin. Seit 2007 gehört sie dem Vorstand des Vereins für Hamburgische Geschichte an.


Mittwoch, den 15. Oktober, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Prof. Dr. Jürgen Sarnowsky: Die Hamburger Threse. Ein Regestenwerk zur Erschließung zentraler Bestände des Staatsarchivs der Freien und Hansestadt Hamburg. Stand und Zukunft des Projekts

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Der Bestand Threse I bildet den Kern der Überlieferung im Staatsarchiv der Freien und Hansestadt Hamburg. Die erhaltenen Briefe und Dokumente überstanden gleichermaßen den Stadtbrand von 1842 wie auch die Auslagerung zwischen 1943 und 1990 – sie kehrten teilweise erst in den 1990er Jahren aus der Sowjetunion zurück –, harren aber vielfach noch einer intensiveren Erschließung und Auswertung. Dies war der Ausgangspunkt des vorzustellenden Projekts, aus dem ein erster Band hervorgegangen ist. Der Vortrag wird die Probleme der Erschließung, die methodischen Ansätze, einige inhaltliche Beispiele und weitere Perspektiven behandeln.

Prof. Dr. Jürgen Sarnowsky ist seit 1996 Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Hamburg. 

 

Mittwoch, den 29. Oktober, 18 Uhr, Altonaer Museum

Prof. Dr. Hans-Jörg Czech: 350 Jahre Altona – von der Verleihung der Stadtrechte bis zur "Neuen Mitte" (1664 bis 2014)  

Vortrag und Ausstellungsrundgang

Das Altonaer Museum richtet mit einer Sonderausstellung zum 350-jährigen Stadtjubiläum den Blick auf die wichtigsten historischen Aspekte der überaus spannenden und wechselvollen Geschichte Altonas. Von der Verleihung der Stadtrechte durch den dänischen König Frederik III. im Jahr 1664 bis zum aktuellen Status als Hamburger Bezirk im 20. und 21. Jahrhundert werden anhand von Biographien ausgewählter Persönlichkeiten, über Darstellungen zur Stadtentwicklung sowie durch die Thematisierung prägender Ereignisse und Prozesse Schlaglichter auf die besondere Rolle Altonas in den vergangenen vier Jahrhunderten geworfen. Eine Zeitreise durch die vielfältige Geschichte von Hamburgs „schöner Schwester“.

Nach vorangegangenen Tätigkeiten für Museen in Kassel, Berlin und Wiesbaden leitet Prof. Dr. Hans-Jörg Czech seit dem 1. Juli 2013 das Altonaer Museum für Kunst und Kulturgeschichte als wissenschaftlicher Direktor. 

 

Mittwoch, den 12. November, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss: Mythos Hammaburg. Vom Suchen und Finden der Anfänge Hamburgs

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg  

Die Hammaburg, Keimzelle und Namensgeberin der Stadt Hamburg, vermutet man seit jeher im Bereich des Domplatzes. Mehrmals stand das historisch bedeutsame Gelände im Zentrum großer archäologischer Ausgrabungskampagnen. Eine Neubewertung der bisherigen Grabungsergebnisse erlaubt heute ein neues Bild von den Ursprüngen Hamburgs. Erstmals kann damit die früheste Stadtgeschichte und Stadtwerdung Hamburgs umfassend dargestellt werden. Im Fokus des Vortrages stehen die verschiedenen baugeschichtlichen Phasen des Domplatzes sowie die Abfolge der verschiedenen Befestigungsanlagen. Dabei wird der Referent über die lokale stadtgeschichtliche Perspektive hinaus aufzeigen, welche politische Rolle der Hammaburg zukam.

Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss ist Landesarchäologe und Direktor des Archäologischen Museums Hamburg, Stadtmuseum Harburg (Helms-Museum).

 

Mittwoch, den 3. Dezember, 17 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Ulrich Hagenah und Kerstin Wendt: Die Europeana-Plattform für historische Zeitungen

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

Das Europeana Newspaper Project macht über 18 Millionen europäische Zeitungsseiten des 17. bis 20. Jahrhunderts in 20 Sprachen auf einer neuen Plattform zugänglich, zum Teil in Volltext durchsuchbar. Die SUB Hamburg bringt sechs Hamburger Zeitungen in dieses Projekt ein: unter anderen die Hamburger Nachrichten (1792-1939) den Hamburger Anzeiger/Hamburger Zeitung (1888-1945), und Die Börsenhalle (1805-1934). Vorgestellt wird die im Aufbau befindliche Zeitungsplattform anhand von Recherchen zu Themen, die auf den nachfolgenden Vortrag hinführen.

Ulrich Hagenah leitet die Arbeitsstelle Digitalisierung und den Bereich Landesbibliothek.
Kerstin Wendt leitet den Bereich Digitalisierung in der IT-Abteilung in der Staats-und Universitätsbibliothek Hamburg.

 

Mittwoch, den 3. Dezember, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Dr. Volker Stalmann (Berlin): Die Revolution von 1918/19 in Hamburg 

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg  

Für die Erforschung der deutschen Revolution von 1918/19 eröffnet die von Volker Stalmann und Jutta Stehling bearbeitete und 2013 erschienene Edition der Sitzungsprotokolle des Hamburger Arbeiter- und Soldatenrats von 1918/19 neue Perspektiven. Die Protokolle lassen nicht nur die großen Linien der Politik des Rats, sondern auch die vielfachen Schwankungen und Irritationen erkennen, die der Fortgang des revolutionären Geschehens bei seinen Mitgliedern nahm. Sie vermitteln interessante Einblicke in die politischen Entscheidungsprozesse und die innere Tektonik des revolutionären Gremiums. Sie können zudem die Frage nach dem Charakter, den Aktionsräumen und Gestaltungsmöglichkeiten des Hamburger Arbeiter- und Soldatenrats und damit den Chancen einer umfassenden Demokratisierung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft im Winter 1918/19 klären helfen.

Dr. Volker Stalmann arbeitet als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter bei der Kommission für die Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (KGParl) in Berlin.

 

 

 

 

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