Vortragsprogramm – Frühjahr 2014

Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!


Bitte beachten Sie jeweils den Veranstaltungsort:

Der Vortragsraum der Staatsbibliothek befindet sich im 1. Stock
des Gebäudes der Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3

Der Lorichs-Saal befindet sich im Erdgeschoss des Staatsarchivs Hamburg, Kattungbleiche 19.

 

Mittwoch, den 26. Februar, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Prof. Dr. Franklin Kopitzsch: Teetisch und Salon – Aufgeklärte Geselligkeit in Hamburg

In Zusammenarbeit mit der Staats-und Universitätsbibliothek Hamburg

Der Vortrag führt in wissenschaftliche und literarische Zirkel, in Logen und Lesegesellschaften, an Teetische, in Salons und Abendgesellschaften. Es begegnen uns die Dichter Barthold Heinrich Brockes, Friedrich von Hagedorn und Friedrich Gottlieb Klopstock, der Armenreformer und Erneuerer der Landwirtschaft Caspar Voght, die Gräfin Charlotte Sophie von Bentinck, die Frauen und Männer der Familien Büsch, Reimarus und Sieveking, alle im Kreise ihrer Freunde und Gäste. Und immer geht es um Aufklärung, Toleranz und Emanzipation.

Prof. Dr. Franklin Kopitzsch hatte bis März 2013 die Professur für Sozial-und Wirtschaftsgeschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg inne. Er leitet weiterhin die Arbeitsstelle für Hamburgische Geschichte.


Mittwoch, den 19. März, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Dr. Rüdiger Joppien und Renate Werren: Max Sauerlandt – ein deutscher Museumsmann der Moderne im Spiegel seiner Taschenkalender (1912 bis 1933)

In Zusammenarbeit mit der Staats-und Universitätsbibliothek Hamburg

Der legendäre Museumsdirektor und Verfechter expressionistischer Kunst Max Sauerlandt führte von 1912 bis 1933 einen Taschenkalender, in dem er präzise über 2.000 Gesprächspartner notierte. Die Transkription wurde kürzlich nach mehrjähriger Arbeit von Renate Werren abgeschlossen. Damit liegt jetzt das Gesprächs- und Bewegungsprofil eines Museumsmannes vor, der wie kaum ein anderer im Kampf um die moderne Kunst mit Künstlern, Sammlern, Galeristen und Kollegen in Kontakt stand. Pars pro toto seien die "Brücke"-Künstler Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff, aber auch Persönlichkeiten der Hamburger Kunstszene wie Otto Blohm, Rosa Schapire, Gustav Schiefler und Fritz Schumacher genannt. Die biographische Identifizierung der Gesprächspartner vermittelt ein faszinierendes Bild von Sauerlandts kunstpolitischem Engagement und intellektuellem Horizont.

Dr. Rüdiger Joppien war von 1987 bis 2011 am Museum für Kunst und Gewerbe Kustos und Leiter der Abteilung Jugendstil und Moderne. Renate Werren ist langjähriges Mitglied der Justus Brinckmann Gesellschaft im Museum für Kunst und Gewerbe.

 

Mittwoch, den 14. Mai, 18 Uhr, Museum für Hamburgische Geschichte

Dr. Victoria Asschenfeldt und Dr. Olaf Matthes: "Quellen zur Geschichte des Museums für Hamburgische Geschichte" 

Vortrag und Buchpräsentation

Das Museum für Hamburgische Geschichte hat seine Ursprünge in der Artis•tischen Sektion des Vereins für Hamburgische Geschichte. Es ist mithin so alt wie der Verein. Die Eigengeschichte des Museums spiegelt auf unterschiedlichen Ebenen auch Hamburgs Geschichte. Die überlieferten Quellen belegen dies eindrücklich. Victoria Asschenfeldt und Olaf Matthes haben über zwei Semester hinweg zusammen mit Geschichtsstudierenden der Universität Hamburg erstmals eine derartige Quellensammlung erarbeitet. Hieraus werden sie Schlüsseldokumente vorstellen.

Dr. Victoria Asschenfeldt, über viele Jahre am Museum für Hamburgische Geschichte tätig, arbeitet zur Zeit am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin. Dr. Olaf Matthes ist Leiter der Fotografischen Sammlung und des Archivs am Museum für Hamburgische Geschichte.

 

Mittwoch, den 4. Juni, 18 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

Prof. Dr. Reinhard Blänkner (Frankfurt/Oder): "Einer der allerbedeutendsten Historiker unseres Jahrhunderts"? – Otto Brunner in seiner Hamburger Zeit

In Zusammenarbeit mit der Staats-und Universitätsbibliothek Hamburg  

Das wissenschaftliche Werk Otto Brunners (1898–1982) ist bis heute hoch umstritten. Gilt es einerseits wegen Brunners völkisch-nationalsozialistischem Engagement als dauerhaft politisch belastet, wird sein Autor andererseits als "einer der allerbedeutendsten Historiker" (Hans Rosenberg) des 20. Jahrhunderts angesehen. Dabei ist das wissenschaftliche Gesamtwerk Brunners bis heute erst ansatzweise gewürdigt worden. Dies gilt für die Wiener Zeit, vor allem aber für die Zeit an der Hamburger Universität, wo Brunner seit 1954 die Professur für Mittlere und Neuere Geschichte innehatte und zu einem der intellektuell und institutionell einflussreichsten deutschen Historiker aufstieg.

Prof. Dr. Reinhard Blänkner, Prof. für Neuere Geschichte und Kulturgeschichte, lehrt an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder).

 

Mittwoch, den 18. Juni, 18 Uhr, Museum für Hamburgische Geschichte

Prof. Dr. Joist Grolle und Dr. Ralf Wiechmann: "Geprägte Geschichte. Hamburger Medaillen des 17. und 18. Jahrhunderts" 

Vortrag und Buchpräsentation

Im 17. und 18. Jahrhundert entstand in Hamburg eine lange Reihe von prachtvollen Medaillen, die von herausragenden Medailleuren dieser Zeit geschaffen wurden. Ein beliebtes Motiv war die Stadtansicht Hamburgs von der Elbe her gesehen mit Schiffen davor. Hinzu kommen die Börse oder auch das Bankgebäude sowie antike Figuren, die den Handel und Wandel symbolisierten. Medaillen sind historische Quellen en miniature. Joist Grolle und Ralf Wiechmann haben einen umfangreichen Band mit Aufsätzen namhafter Autoren zur Geschichte der Medaillenkunst in Hamburg herausgegeben. Die beiden Herausgeber werden zentrale Aspekte dieser Geschichte präsentieren.

Prof. Dr. Joist Grolle ist Historiker. Dr. Ralf Wiechmann ist Historiker und Numismatiker am Museum für Hamburgische Geschichte.


 

 

 

 

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