Kindheitserinnerungen

Häufiger als Autobiographien oder Lebenserinnerungen werden Erinnerungen an Kindheit und Jugend verfasst. In der Altersrückschau ist diese Lebensphase wohl die verklärteste und reizt deshalb besonders, sich auf sie zurückzubesinnen. Oft sind es die Kinder oder Enkelkinder, denen Erlebnisse erzählt werden und für die sie schließlich aufgezeichnet werden.

Manche dieser Zeugnisse erlangen über den Familienkreis hinaus Bedeutung. Zum einen können sie dem Historiker als Quellen zur Erhellung sozialgeschichtlicher, kulturgeschichtlicher, alltagsgeschichtlicher und vieler anderer Fragen dienen. Zum anderen finden sie Interesse bei denjenigen, die einen lebendigen Zugang zur Vergangenheit suchen.

Der Verein für Hamburgische Geschichte hat deshalb wiederholt solche Aufzeichnungen veröffentlicht. Dies geschah vor allem in den „Hamburgischen Geschichts- und Heimatblättern“, gelegentlich auch in der ZHG. Der durch die Periodika vorgegebene Rahmen zwang in der Regel zu erheblichen kürzenden Eingriffen in die Texte, was nicht immer ohne Substanzverlust vonstatten ging und zur Begründung einer eigenen kleinen Reihe mit Kindheitserinnerungen führte.

 

Hamburger Kindheitserinnerungen, Michaelis

Zuletzt erschien in dieser Reihe Band 3:

Hamburger Kindheit in schwerer Zeit.
Die 1930er Jahre, 
Bombenkrieg, Kinderlandverschickung und Nachkriegsjahre.
Norbert Michaelis,
Bearbeitet von 
Renate Hauschild-Thiessen
Vorwort von Loki Schmidt

Bremen: Ed. Temmen, 
2010
368 Seiten, Abbildungen
ISBN 978-3-8378-2009-6

€ 17,90