Satzung des Vereins für
Hamburgische Geschichte

Von der Mitgliederversammlung beschlossen am 13. März 1991,
geändert am 2. April 2003, am 4. April 2006 und am 2. April 2008
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Zweck und Sitz des Vereins

§ 1

Zweck des Vereins für Hamburgische Geschichte ist die Förderung der wissenschaftlichen
Erforschung und die Verbreitung der Kenntnis der Geschichte Hamburgs. Diesem Zweck
dienen Veröffentlichungen, Veranstaltungen sowie die Unterhaltung einer Bibliothek und
anderer Sammlungen.

 

§ 2

Sitz des Vereins ist die Freie und Hansestadt Hamburg.

 

Mitgliedschaft

§ 3

Mitglieder des Vereins sind

a) ordentliche Mitglieder
b) fördernde Mitglieder
c) korrespondierende Mitglieder
d) Ehrenmitglieder.

 

§ 4

Ordentliche und fördernde Mitglieder werden auf ihren Antrag durch den Vorsitzenden aufgenommen. Über die Ablehnung eines Antrags entscheidet der Vorstand. Behörden, Körperschaften, Institute, Gesellschaften und Vereine können die Mitgliedschaft wie natürliche Personen erwerben. In der Mitgliederversammlung haben sie jeweils eine Stimme und werden von einem Bevollmächtigten vertreten; im übrigen stehen ihnen Mitgliedsrechte für so viele natürliche Personen zu, wie sie Mitgliedsbeiträge zahlen.

 

§ 5

Ordentliche und fördernde Mitglieder zahlen einen jährlichen Beitrag, dessen Höhe
von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird. In begründeten Fällen kann der
Vorstand den Beitrag ermäßigen oder stunden.

 

§ 6

(1) Die Mitglieder haben folgende Rechte:

a) Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung
b) unentgeltlicher Bezug der „Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte"
und der „Hamburgischen Geschichts- und Heimatblätter“
c) Teilnahme an den Veranstaltungen des Vereins
d) Benutzung der Bibliothek und anderer Sammlungen des Vereins entsprechend
den dafür geltenden Bestimmungen.

(2) Fördernde Mitglieder erhalten außerdem unentgeltlich eine Veröffentlichung
des Vereins aus dem Vorjahr nach ihrer Wahl.

 

§ 7

(1) Die Mitgliedschaft endet

a) durch Tod
b) durch Kündigung
c) durch Ausschluss.

(2) Die Mitgliedschaft kann schriftlich gegenüber dem Vorstand mit einer Frist
von einem Monat zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden.

(3) Ist ein Mitglied mit dem Beitrag für das abgelaufene Geschäftsjahr im Verzug, ruhen
seine Rechte aus der Mitgliedschaft. Ist ein Mitglied mit zwei Jahresbeiträgen im Verzug
und zahlt es diese trotz Aufforderung innerhalb einer Frist von einem Monat nicht, kann
es durch den Vorstand ausgeschlossen werden.

(4) Der Vorstand ist berechtigt, ein Mitglied wegen schuldhaften, den Verein schädigenden
Verhaltens aus dem Verein auszuschließen; er hat dem Betroffenen vorher Gelegenheit
zur Äußerung innerhalb einer Frist von einem Monat zu geben. Der Ausschluss wird dem
Betroffenen unter Mitteilung der Gründe bekannt gegeben.

(5) Gegen den Ausschluss kann der Betroffene innerhalb von einem Monat nach Bekanntgabe Widerspruch einlegen; bis zur Entscheidung über den Widerspruch ruhen seine Rechte aus
der Mitgliedschaft. Hilft der Vorstand dem Widerspruch nicht ab, entscheidet die nächste Mitgliederversammlung endgültig.

 

Organe des Vereins

§ 8

(1) Organe des Vereins sind

a) die Mitgliederversammlung
b) der Vorstand.

(2) Die Mitgliederversammlung und der Vorstand beschließen mit der einfachen Mehrheit
der Anwesenden, soweit nicht die Satzung etwas anderes bestimmt. Stimmenthaltungen
werden nicht berücksichtigt. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Mit verdeckten Stimmzetteln ist abzustimmen, wenn mindestens einer der anwesenden Stimmberechtigten
dieses wünscht.

 

Mitgliederversammlung

§ 9

(1) Die Mitgliederversammlung soll innerhalb der ersten vier Monate eines jeden Geschäftsjahres stattfinden. Sie wird vom Vorstand einberufen. Über ihren Verlauf ist ein Protokoll anzufertigen.

(2) Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Einladung jedes Mitglieds,
und zwar mindestens drei Wochen vorher unter Mitteilung der Tagesordnung.

(3) Anträge von Mitgliedern zur Tagesordnung müssen mindestens eine Woche
vorher dem Vorsitzenden eingereicht werden.

 

§ 10

(1) In der Mitgliederversammlung erstattet der Vorsitzende einen Bericht über die
Entwicklung des Vereins im abgelaufenen Geschäftsjahr; dieser wird veröffentlicht.

(2) In der Mitgliederversammlung legt der Schatzmeister die Abrechnung über das abgelaufene Geschäftsjahr vor und erläutert sie. Die Jahresabrechnung liegt mindestens drei Wochen vorher
in der Geschäftsstelle des Vereins zur Einsichtnahme durch die Mitglieder aus.

 

§ 11

(1) Die Mitgliederversammlung wählt zwei Mitglieder als Revisoren sowie eines als Ersatzrevisor,
der im Fall der Verhinderung tätig wird. Die Revisoren haben nach Ablauf des Geschäftsjahres
die ihnen vom Schatzmeister mit den Nachweisen vorzulegende Jahresabrechnung sowie die Vermögensnachweise zu prüfen.

(2) Ergibt die Prüfung die Richtigkeit der Jahresabrechnung, ist diese zu unterschreiben;
andernfalls ist an den Vorstand zu berichten.

(3) Die Mitgliederversammlung nimmt den Prüfungsbericht der Revisoren entgegen
und entscheidet über die Genehmigung der Jahresabrechnung.

 

§ 12

(1) In besonderen Fällen ist der Vorstand hierzu berechtigt mit der Verpflichtung,
der nächsten Mitgliederversammlung darüber zu berichten.

 

§ 13

Der Vorstand kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung berufen, wenn es
das Interesse des Vereins erfordert; dies muss geschehen, wenn mindestens fünfzig
Mitglieder deren Berufung schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangen.
Im letztgenannten Fall hat sie innerhalb von sechs Wochen nach dem Verlangen
stattzufinden; § 9 (2) und (3) gilt entsprechend.

 

Vorstand
§ 14

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens neun und höchstens fünfzehn Vereinsmitgliedern.

(2) Durch die Mitgliederversammlung werden einzeln für die Dauer von vier Jahren gewählt:

a) Der Vorsitzende und sein Stellvertreter,
b) der Schatzmeister und sein Stellvertreter,
c) der Schriftführer und sein Stellvertreter,
d) weitere Mitglieder als Beisitzer.

(3) Die Wahl wird mit verdeckten Stimmzetteln durchgeführt, sofern nicht die
Mitgliederversammlung einstimmig eine offene Wahl beschließt. Gewählt ist,
wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. §8 Abs.2 S.2 gilt entsprechend

(4) Die Wahlen der Amtsträger einerseits und ihrer jeweiligen Stellvertreter andererseits
gemäß (2) (a/ bis c/) finden in einem zweijährigen Abstand statt.

(5) Der Vorstand kann weitere Beisitzer berufen. Diese bedürfen für ihr Amt der Bestätigung
durch die nächstfolgende Mitgliederversammlung.

(6) Die Amtszeit aller Vorstandsmitglieder endet jeweils mit der vierten auf die Wahl oder
die Bestätigung folgenden ordentlichen Mitgliederversammlung. Wiederwahlen sind zulässig.
Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so wird auf der nächsten Mitgliederversammlung
ein Nachfolger für die verbleibende Amtszeit nachgewählt.

 

§ 15

(1) Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins. Er ist der Mitgliederversammlung gegenüber verantwortlich; die Mitgliederversammlung entscheidet über die Entlastung des Vorstandes.

(2) Der Vorstand beschließt über die Verteilung der Aufgaben und beruft Ausschüsse
und Redaktionen.

(3) Der Vorstand tritt in jedem Geschäftsjahr mindestens zweimal zusammen.
Er kann andere Personen beratend an seinen Sitzungen teilnehmen lassen.

 

Vorsitzender
§ 16

Gerichtlich und außergerichtlich wird der Verein durch den Vorsitzenden, bei dessen
Verhinderung durch seinen Stellvertreter vertreten. Ist auch dieser verhindert, obliegt
den anderen Mitgliedern des Vorstandes in der Reihenfolge, die sich aus der Dauer ihres Vorstandsamtes ergibt, die Vertretung des Vereins. Bei gleicher Dauer entscheidet das
Lebensalter.

 

Haushaltsführung
§ 17

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig;
er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur
für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

(2) Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Soweit ein Mitglied ehrenamtlich für den Verein tätig ist, hat es allenfalls Anspruch auf Ersatz seiner nachgewiesenen Auslagen.

(3) Aufgaben, die sich nach den Umständen ehrenamtlich nicht durchführen lassen,
kann der Vorstand bezahlten Kräften übertragen.

(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind,
oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 18

Der Verein kann einen Verlag als Zweckbetrieb einrichten.

 

§ 19

Die Bibliothek und andere Sammlungen des Vereins dürfen nicht veräußert werden;
davon unberührt bleiben Maßnahmen, die deren Förderung bezwecken.

 

§ 20

Geschäfts- und Rechnungsjahr ist das Kalenderjahr.

 

Auflösung des Vereins
§ 21

(1) Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Dazu ist
die Anwesenheit der Hälfte aller Mitglieder und eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.

(2) Ist die erforderliche Anzahl der Mitglieder nicht erschienen, soll nach mindestens vier und
höchstens acht Wochen erneut eine Mitgliederversammlung berufen werden. Diese kann mit einer Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder die Auflösung des Vereins beschließen.

 

§ 22

Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vereinsvermögen
an die Freie und Hansestadt Hamburg, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige
Zwecke zu verwenden hat.

 

Satzungsänderung
§ 23

Die Mitgliederversammlung kann eine Änderung dieser Satzung beschließen.
Dazu bedarf es einer Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder.

 

§ 24

Diese Satzung tritt mit dem Zeitpunkt der Ordentlichen Mitgliederversammlung
vom 2. April 2008 in Kraft