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Veranstaltungen


„Geschichte zum Anfassen“ vermitteln die Angebote von Vorträgen, Filmvorführungen und Führungen durch Ausstellungen unter fachkundiger Leitung.



Kommende Veranstaltungen im Frühjahr 2010
 

Mittwoch, den 3. März, 18.00 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky

Dr. Hans Walden: Die ersten Stadtpläne von Hamburg nach dem Festungsbau.
Vortrag mit Lichtbildern

Zu den wertvollsten Bildquellen der Stadt- und Regionalgeschichte gehören historische Karten und Pläne. Von den teilweise unsignierten und undatierten Stadtplänen, die Hamburg in der Zeit nach 1620 zeigen, sind einige recht bekannt geworden, andere fast unbeachtet geblieben. Wie präzise stellen sie die damalige Stadtstruktur dar, in welchen Details unterscheiden sie sich? Treffen bisherige Aussagen über ihre Entstehungszeit und ihre Schöpfer zu? Besonders zu würdigen sind die verschiedenen Fassungen eines Hamburg-Plans von Dirk Diricksen und der von Arnold Pitersen 1644 dem Hamburger Rat gewidmete Prachtplan mit seinen zahlreichen Kleinszenen von arbeitenden und sich vergnügenden Menscheen.

Dr. Hans Walden, Historiker, hat zu verschiedenen Themen der Geschichte Hamburgs gearbeitet und publiziert, sein besonderes Forschungsinteresse gilt der regionalen Kartografiegeschichte.


Mittwoch, den 24. März, 18.00 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek
In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
Magnus Ressel: Zwischen Türkenpässen und Sklavenkassen - der nordeuropäische Seehandel unter dem Druck der Barbaresken. Vortrag
Seit dem späten 16. Jahrhundert mehrten sich die Angriffe muslimischer Korsare, der sogenannten Barbaresken, auf die hamburgische Schifffahrt nach Südeuropa. Zur Sicherung ihrer Matrosen "erfand" Hamburg im Jahre 1624 die erste Sozialversicherung der Welt, die Hamburger Sklaven-kasse, welche im lutherischen Nordeuropa schnell Nachahmer fand. Finanziert durch die Beiträge der Schiffsmannschaften garantierten diese den Freikauf der Matrosen aus Nordafrika. Der Vortrag stellt - im Vergleich zur Politik anderer Seestaaten - Entstehung, Funktion und Wirkung aller Sklaven-kassen dar.
Magnus Ressel promoviert derzeit an der Ruhr-Universität Bochum innerhalb des von der DFG geför-derten Projektes "Risikozähmung in der Vormoderne" (Betreuer: Prof. Dr. Cornel Zwierlein) über das Thema der Sklavenkassen.


Mittwoch, den 7. April, 18.00 Uhr, Lorichs-Saal des Staatsarchivs

170. ordentliche Mitgliederversammlung

Mit der Verleihung der Lappenberg-Medaille an die Projektgruppe „Stolpersteine in Hamburg. Biografische Spurensuche“.

Laudatio PD Dr. Rainer Nicolaysen. Nach der Ehrung stellen Angehörige der Projektgruppe beispielhaft ihre Arbeit vor. Unter der Leitung von Dr. Beater Meyer (Institut für die Geschichte der deutschen Juden) und Dr. Rita Bake (Landeszentrale für politische Bildung) begannen Ende 2006 mehr als zwanzig Forscherinnen und Forscher, den Lebensgeschichten derer nachzugehen, an die durch Stolpersteine erinnert wird. Die Forschenden sind engagierte Bürgerinnen und Bürger. Sie alle arbeiten stadtteilbezogen. Seit 2008 werden die Ergebnisse ihrer Arbeit in einer Publikationsreihe der Landeszentrale für politische Bildung der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Anschließend Jahresbericht des 1. Vorsitzenden, Prof. Dr. Joist Grolle, sowie Bericht des Schatzmeisters und der Rechnungsprüfer.Zum Abschluss Gelegenheit zum Gespräch bei Brezeln und Wein! (Wir bitten um einen Kostenbeitrag von 3,- €.)



Mittwoch, den 21. April, 18. 00 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky

PD Dr. Rainer Nicolaysen: Rebell wider Willen? Fritz Fischer und die Geschichte eines nationalen Tabubruchs. Vortrag

Mit seinem 1961 erschienenen Buch „Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/18“ löste der Hamburger Historiker Fritz Fischer (1908-1999) den ersten großen Historikerstreit der Bundesrepublik aus. Die „Fischer-Kontroverse“ gilt heute als eine „vergangen-heitspolitische Schlüsseldebatte“, durch die erst die Kontinuität der deutschen Geschichte ins Blickfeld gerückt wurde. Der Vortrag geht der Frage nach, warum gerade Fischer zum überfälligen Tabubrecher wurde. Dabei wird seine akademische Karriere im „Dritten Reich“ ebenso beleuchtet wie die Entwicklung seiner dezidierten Aufklärungsforschung nach 1945.

Rainer Nicolaysen ist Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der dortigen Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte.



Mittwoch, den 5. Mai 2010, 18.00 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky

Dr. Klaus Mühlfried: Martin Haller und das Hamburger Rathaus - viel Mühe und ein glückliches Ende. Vortrag mit Lichtbildern

Das Hamburger Rathaus ist eines der Leitthemen in Leben und Werk des Hamburger Architekten Martin Haller (1835-1925). Nach dem Untergang des alten Rathauses im Hamburger Brand von 1842 beschäftigte sich schon der junge Martin Haller mit Plänen für einen Neubau. Er war überzeugt, dass das neue Rathaus ein repräsentatives Gebäude für Senat und Bürgerschaft sein sollte, aber nicht mehr allen Zweigen der Verwaltung Raum bieten müsse. Der Vortrag soll zeigen, mit welcher Mühe und mit welcher Raffinesse Martin Haller diesen modernen Rathausbau durchsetzte.

Dr. Klaus Mühlfried, studierte Germanistik und Geschichte, war 25 Jahre als Lehrer tätig, promovierte in Kunstgeschichte und arbeitete 1997 an der Martin-Haller-Ausstellung in Hamburg mit.



Mittwoch, den 2. Juni 2010, 18.00 Uhr, Vortragsraum der Staatsbibliothek

In Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky

Dr. Hans-Ulrich Wagner: Wilmenrod, Waldhagen und das Walross Antje. Über Rundfunkpro-gramme aus Hamburg und warum sich Historiker mit Medien und Gedächtnis beschäftigen. Vortrag

Medien prägen unsere Erinnerung entscheidend mit; Programmangebote tragen dazu bei, Bilder der Vergangenheit zu konstruieren und sie zu tradieren. Die so genannte „Public History“ widmet sich dem Rundfunk als Speicher- und Vermittlungsmedium. Vor dem Hintergrund aktueller Forschungs-ansätze stellt der Vortrag konkrete Untersuchungen zur Hamburger Rundfunkgeschichte der ersten Nachkriegsjahrzehnte vor und gibt Einblick in das Zusammenspiel von geschichts- und medienwis-senschaftlichen Fragestellungen.

Dr. Hans-Ulrich Wagner ist Senior Researcher am Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienfor-schung und leitet dort die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland.



Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich willkommen!


Im Sommerhalbjahr bietet der Verein darüber hinaus seinen Mitgliedern und jedem Interessierten die Möglichkeit, unter sachkundiger Führung den Spuren hamburgischer Geschichte bei Stadtrundgängen in Hamburg sowie auf Reisen und Ausflügen zu  historischen Stätten mit Bezug auf Hamburg zu folgen.

Hier finden Sie einen Überblick über die Ausflüge und Reisen mit einem Rückblick auf das Jahr 2008 und dem Ausflugsprogramm für 2009.


Gelegentlich verweisen wir auf Veranstaltungen anderer Institutionen zur Geschichte Hamburgs. Diese Ankündigungen finden Sie auf unserer Mitteilungsseite.
 



 

 
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